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Trialpremiere in Ehingen-Kirchen

Ruuuuuhig BraunerSonntag, 01. Juli 2007, morgens kurz nach 5 Uhr.
Ich liege halbwach im Wohnwagen im Bett und denke über die „richtige“ Trialpremiere in wenigen Stunden nach. (Wir erinnern uns im November 2006 starteten wir ja auf dem Trial Klasse 0, deswegen „richtige“ Trialpremiere)
Das Herz überschlägt sich fast, ich hab nen Klos im Hals und frage mich ernsthaft warum ich uns das antue. Naja hab je noch ca 2 Stunden zu schlafen und dreh mich nochmal um.
Dann kurz nach 7 Uhr ist es endlich soweit, ich krieche aus dem Bett drehe mit Matze und den Hunden eine kleine Runde und bin eigentlich ganz cool.

Um 8 Uhr sind wir schon überpünktlich oben am Trialfeld und warten, eigentlich sollte nun Parcourbesprechung sein, die verschiebt sich allerdings etwas, weil unten im Hause Potz/Husmann der Privatsender VOX noch die Übergabe der Welpen für eine Sendung filmt.
Naja egal, mein Puls ist immer noch im grünen Bereich und auch sonst bin ich erstaunlich ruhig.
Dann die Besprechung, Miriam Appel-Strieder erklärt alles, sagt was sie sehen will und was nicht und beantwortet geduldig alle Fragen. Alles klar, keine Überraschungen und keine unlösbaren Aufgaben.
Dann geht alles recht schnell, ein Starter nach dem anderen kommt an die Reihe und schließlich bin ich schon fast dran. Ich hole Ice, denke mir ich hab noch knapp 10 Minuten, laufe noch kurz mit ihm und begebe mich dann ans Trialfeld. Dort sehe ich grade noch, wie mein Vorstarter nach Outrun und Dis vom Feld schlurft. Na das geht ja schneller wie das Katzenmachen, egal ich bin immer noch ruhig.

Hat mir doch meine Mama extra für diesen Tag ne Email geschrieben und mich daran erinnert, daß ich Vertrauen in meinen Hund haben soll, schließlich weiß er was er machen muss.

Klar, sag ich. Ich weiß was Ice kann und ich weiß was ich kann, wenn wir zusammenarbeiten kann nichts mehr schiefgehen, vielleicht bin ich auch deshalb recht ruhig und harre der Dinge die da kommen.

Nachtreiben auf dem FetchLos gehts! Da ich mich schon die Tage zuvor entschlossen habe, daß ich Ice die größtmögliche Unterstützung zukommen lassen werde, gehe ich beim Outrun und dem restlichen Parcour vor. Leider passiert uns beim Outrun der erste und ich meine sagen zu dürfen einzige Fehler.
Ice bleibt nicht so lange liegen, bis ich in Position bin und läuft früher los, ich schicke ihn Away und rette das Ding halbwegs. Dann der Lift, das Schafe aufnehmen, etwas unruhig, aber ganz gut.
Wir treffen das Fetchgate, machen den Turn gut und begeben uns auf den Drive, auch beide Tore getroffen, läuft doch ganz gut.

Wegtreiben, in unserem Falle eher Nachtreiben Zumindest bis jetzt, denn nun wartet der Trichter auf uns. Noch nie gemacht, und schon verhasst ;-).

Nein, aber es gelingt uns einfach nicht alle Schafe durch den Trichter zu pressen, ein einziges Schaf schießt immer quer (Davon ne Keule im Römertopf mit Rosmarinkartoffeln könnt mich wohl versöhnen), aber jammern hilft nix, wir setzen ein ums andere Mal an, da Miriam in der Besprechung sagte, daß ohne Trichter und auch ohne daß alle Schafe den Trichter passiert hätten KEIN Pferchen in Frage komme, also ein ums andere Mal probieren wir die Schafe in den Trichter zu bringen.
Mittlerweile merke ich wie Ice an seine Grenzen kommt, da er in der Hitze viel Laufarbeit machen muss. Ich überlege aufzugeben schicke ihn nochmal, Schafe schon fast drin, doch Ice ist einfach nicht mehr so konzentriert und läuft 2,3 Meter zu weit und drückt die Schafe wieder aus dem Trichter … Kurz danach dann „Joe Time!“, 9 Minuten um, hat nicht sollen sein.

Guuuuuter JungeEgal denke ich, wir haben es geschafft, wir sind als Team aufs Feld und als Team vom Feld runter, Ice hat mir wirklich zugehört, hat jedes Kommando genommen und bis auf den einzigen Fehler am Anfang 100% richtig gearbeitet und alles gegeben, ich bin stolz auf ihn und stolz auf uns, jeder der uns Anfang des Jahres gesehen hat weiß wieso.

Ansonsten hat es echt Spaß gemacht, alles war wirklich toll organisiert, Grillen am Samstag mit lecker Schoppen und tollen Leuten, Fachsimpeleien, letzte Anweisungen und Anregungen holen und dann mit einem leichten „Ballen“ ins Bett fallen ;-)
Das Trialfeld und die Schafe in einem sehr guten Zustand, die Schafsteller mal wieder vom Feinsten. Die haben ihren Job wirklich sehr gut gemacht, ein großes Lob dafür, vielen, vielen Dank, wir sehen uns hoffentlich im nächten Jahr wieder.
… Dieses war der erste Streich und der zweite folgt zugleich: Trial für die Klassen 1 und 2 in Ettlingenweier am 28. und 29. Juli bei Stefan Link, Richterin: Miriam Appel-Strieder.

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